Archive for the ‘Halbwahrheiten’ Category

Everything shorter than everything else…

September 19, 2007

 

Rockstars haben eine um einiges kürzere Lebenserwartung als der gute Klaus von nebenan. Dies ist die ernüchternde Wahrheit, die schon jeder erahnte, die jetzt aber in einer Studie an der John Moores University in Liverpool, Großbritannien, bewiesen wurde. Mal davon abgesehen, dass man lieber nicht darüber nachdenken sollte, welche Organisation eine Studie über die Lebenserwartung von Rockstars in Auftrag gab, oder dass ein früher Tod natürlich einiges zum Ikonenstatus eines Musikers beiträgt; sind das schockierende Neuigkeiten! Im Klartext bedeutet diese Studie, dass auch wir nun einen Traum begraben können, den so mancher Mann unterschwellig mit sich herumträgt – Rockstar zu werden.

Ein überzeugendes Argument der Studie: „In all, 100 stars died between 1956 and 2005 with US stars dying at 42 on average and those from Europe at 35.” Nun, so muss es dann wohl in der Musikerszene bald heißen “Short live Rock’n Roll”.

In diesem Sinne – live long and prosper!

P.S.: die Studie gibt’s hier.

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Glaube ist gefährlich

September 12, 2007

Hallo Leute,

heute mal ein ernstes Thema. Man soll ja über Religion nicht streiten und ich habe das auch nicht vor. Nur habe ich gerade im aktuellen Spiegel einen Artikel entdeckt, der ganz gut einige meiner Argumentationen in Bezug auf Glauben wiedergibt. Nachdem ich in der DDR null mit Glaubensfragen in Berührung gekommen bin, habe ich mich später immer gewundert warum so viele Menschen der unterschiedlichsten Konfessionen so sehr an etwas eindeutig Menschengeschaffenes wie eine Gottheit glauben können. Noch viel schlimmer: der Glaube wurde und wird immer wieder als Rechtfertigung für grausames Handeln und Behinderung von Fortschritt und Wissenschaft missbraucht. Deshalb habe ich da immer eine klare Meinung vertreten: Religion / Glaube ist gefährlich. Bisher ist meine Argumentation immer wieder an dem Zusammenhang von Abendland /Kultur / Christliche Wertvorstellungen ins Stocken geraten. Sprich, ich kam immer dann ins Straucheln, wenn das Gespräch auf den Ursprung unserer modernen Zivilgesellschaft aus dem christlichen Glauben kam. Der Biologe Dawkins hat darauf eine verblüffend simple Antwort gefunden:

SPIEGEL: „Wenn Gott nicht existierte, wäre alles erlaubt“, meinte Dostojewski. Wo wären wir ohne die christliche Ethik?

Dawkins: Unsere heutige Ethik haben wir doch gar nicht aus der Bibel. Unsere Werte – Gleichberechtigung zum Beispiel oder das Verbot von Sklaverei und Folter – haben der Schrift nichts zu verdanken. Sie sind entstanden in einem liberalen Konsens, den wir mit allen Menschen teilen, die wir zivilisiert nennen. Wenn wir unsere Ethik wirklich aus der heiligen Schrift bezögen, wäre die Welt ein entsetzlicher Ort. Wie das Afghanistan unter den Taliban.

SPIEGEL: Was ist mit der Bergpredigt?

Dawkins: Auf die beziehen Sie sich nur, weil die Bergpredigt mit Ihrem modernen liberalen Konsens übereinstimmt, während das 5. Buch Mose dies nicht tut – es sagt uns nämlich, dass wir Fremdgängerinnen zu Tode steinigen sollen.

SPIEGEL: Jeder pickt sich also das aus der Bibel heraus, was ihm passt?

Dawkins: Genau. Wir würden uns wahrscheinlich schnell darauf einigen können, dass „Du sollst nicht töten“ ein gutes Gebot ist, „Du sollst dir kein Bildnis von mir machen“ hingegen ein ziemlich dämliches.

SPIEGEL: Aber vielleicht eignet sich der Glaube an einen Gott gut, um die Normen der jeweiligen Gesellschaft durchzusetzen?

Dawkins: Mit Bestechung und Angst, ja. Du bist ein guter Mensch, weil du Angst hast, dass Gott dich sonst bestraft. Falls das wahr wäre, falls die Menschen also nur aus Gottesfurcht gut wären, schiene mir das ziemlich unwürdig. Ich meine, würden Sie mit jemandem befreundet sein wollen, der nur aus Angst vor Gott gut ist?

Der gesamte Artikel ist sehr interessant. Er stellt auch die Frage, ob es vernünftig ist Kinder bereits als unmündige Menschen eine Glaubensdoktrin aufzuzwingen (wie z.B. die Taufe). Wen es interessiert, der liest hier!

Nachdenkliche Grüße

Christian

Von wegen Sub-Kultur…

Juli 26, 2007

Vom deutschen Vorzeigemeinungsblatt SPIEGEL bis hin zum Londoner NEW STATESMAN – Led Zeppelin und Black Sabbath sind nicht mehr die Wegbereiter einer „Proll- und Agressionskultur“. Metal erobert die Massen weltweit und auch die Feuilletons der sonst so Visions und Musicexpress konformen Meinungsblätter. Auf meiner geschätzen Seite www.blabbermouth.net stolperte ich just in dieser Mittagspause:

Daniel Trilling of the London, U.K.-based magazine New Statesman reports: Heavy Metal has long been sneered at by music snobs for being resolutely proletarian, often aggressive, and obsessed with macabre, occult imagery. Over its 40-year history, however, it has achieved a level of worldwide ubiquity rivalled only by that of hip-hop. This year, the Indian band PARIKRAMA were chosen to support IRON MAIDEN on two dates in their U.K. tour. Subir Malik, PARIKRAMA’s keyboard player and manager, tells me that heavy metal has „exploded“ in popularity in India in the past five years. „Even though a minority of Indians speak English, people here connect to rock music like crazy,“ he says.Metal also has a huge fan base in Latin America, where the Brazilian group SEPULTURA, in particular, have carved out a globally successful career by mixing fast and furious thrash metal with instrumentation and rhythms from Amazonian tribes. In Middle Eastern countries such as Iran and Egypt, metal is an illicit pleasure for teens who play gigs in each other’s basements, away from the watchful eye of censorious authorities. Even in Jamaica, an island you might think would be saturated by reggae and its offshoots, there is a nascent hard-rock scene.

Den kompletten Artikel gibt’s hier. Zum Spiegel Senf gelangt man hier. Welcome to the Jungle!

Progressiv?

Juli 13, 2007

Zum spannenden Thema „was ist eigentlich progessiv“ hier noch ein kleiner Einwurf. Von Yes bis Opeth, von Pink Floyd bis Disillusion – progressiv heißt wohl nicht „schwer konsumierbar“ oder gar intellektuell, sondern schlicht und einfach sich abseits der ausgetretenen Pfade zu bewegen und Neues auszuprobieren. Ist nicht auch House manchmal progressive? Zum Vergleich, was ich unter Weiterentwicklung einordne, kann man sehr schön an einem etwas älteren Video der Leipziger Disillusion sehen. Schon etwas älter, aber sicherlich bezeichnend für den stilistischen Kurswechsel.

Don’t go any further!

Juli 10, 2007

Im Westen nichts neues. Doch im Osten regt sich was. Eine der besten Bands, die mir jemals untergekommen ist. Das Video muss ich hier einfach noch mal zur Schau stellen. Disillusion rules! Ohne wenn und aber!

The sound of the Underground…

Juli 7, 2007

Eines meiner Lieblingsthemen: wie true bis Du?

Thanks to Flo!